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Bei einem Spielentwurf mit dem Thema zu beginnen, lohnt sich umso mehr, je simulativer der Spielablauf werden soll. Dann nämlich nützt einem das Vorbild bei den konkreten Entscheidungen des Entwurfsprozess und fungiert als Blaupause. Wählt man beispielsweise als Thema "das trojanische Pferd" so gibt die Geschichte von der List der Griechen schon einen nützlichen Rahmen für das Spieldesign vor: Die Spieler versuchen beim Gegner das trojanische Pferd einzuschmuggeln und ihn so außer Gefecht zu setzen. Mit dieser Leitlinie steht ein guter Ausgangspunkt zur Verfügung, um über das Wie nachzudenken und den Kernmechanismus zu entwickeln. Hier könnte es sich um ein mit Klötzchen befüllbares Pferd handeln, das bei einem Angriff über Wohl oder Wehe mitentscheidet. Wie bei jedem Spielentwurf muss man jedoch auch Abstriche am Thema machen, da ein Brettspiel einen bestimmten Grad an Komplexität nicht überschreiten darf. Hier ist der Mut zur Lücke wichtig, denn viele Spiele, die über das Thema entwickelt wurden halten sich zu sklavisch an die Vorlage. Elemente, die das Spielgeschehen bremsen, langweilig machen oder unübersichtlich sollte man trotz aller thematischen Bedenken entfernen.
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